Wie alte aserbaidschanische Stadt zur Hauptstadt von Armenien umgewandelt ist?

Wie alte aserbaidschanische Stadt zur Hauptstadt von Armenien umgewandelt ist?

 Das Staatliche Übersetzungszentrum erstellte ein Video mit dem Titel „Wie alte aserbaidschanische Stadt zur Hauptstadt von Armenien umgewandelt ist?

 über die Geschichte von Irewan, das heute als die Hauptstadt von Armenien bekannt ist, sowie über die Vertreibung der einheimischen Bevölkerung – der Aserbaidschaner – durch die 1827 in dieses Gebiet umgesiedelten Armenier, die mit Hilfe der zaristischen Militäreinheiten eingerichtet worden ist. 

 Das Video, das in aserbaidschanisch-, englisch- und russischsprachigen Versionen in in- und ausländischen Webseiten und sozialen Netzwerken erscheinen wird, wurde an die ausländischen Medien sowie an die in Aserbaidschan akkreditierten Botschaften von verschiedenen Ländern gesendet.    

 

 

Die alte Stadt Irewan (heutiges Jerewan), bekannt als die Hauptstadt Armeniens, befindet sich in wunderschöner Lage am Ufer des Flusses Zengi, der durch das Tal des Berges Agri fließt, den die Armenier Ararat nennen. Jerewan, der verzerrte Name der Stadt, spiegelt sich in allen historischen Quellen als Rawan und Irewan wider. In vielen Forschungen zu der alten Geschichte von Irewan wird geschrieben, dass das Toponym Irewan das Land der Tapferen bedeutet, das aus der Kombination von türkischem Wort ir (ər), was der Mann, der Tapfere bedeutet, mit dem Wort avan, das das Land, das Dorf, die Stadt bedeutet, gebildet wurde. Im 16. und 19. Jahrhundert gab es hier Dutzende von Festungen, Toren, Plätzen, Stadtteilen, Märkten, Moscheen, Karawansereien, Bädern und Quellen mit aserbaidschanischen Namen.

Nach den Forschungen des berühmten türkischen Reisenden Ewlija Tschelebi, wurde die strategische Festung, die 1509 vom Wesir Khan Rewangulu auf Anweisung des Herrschers der Safawiden-Dynastie Schah Ismail für den Schutz vor ausländischen Invasoren gebaut worden ist, nach dem Khan Rewangulu Rewan (unter dem Volk Irewan) genannt.  

Vor der Besetzung durch das zaristische Russland im Jahr 1827 gab es in den Registrierungsunterlagen von 43 Verwaltern (Khan, Sardar, Beylerbeyi usw.) der Stadt Irewan und ihrer Bezirke sowie in statistischen Berichten über die Demografie der Stadt aus den Jahren 1590 und 1728 keinen einzigen armenischen Namen oder Nachnamen und mehr als 90 Prozent der Bevölkerung der Stadt war aserbaidschanische Türken. Andere Archivdokumente aus jener Zeit zeigen, dass in der Stadt und ihrem Bezirk die Familien von 4 Khans, 41 Beys, 50 Achunds, Mullahs sowie 8 christliche Priesterfamilien lebten. 

 

Der französische Reisende Jean Chardin (1643–1713), der einige Jahre in Aserbaidschan und im Iran gewohnt hatte, beschrieb auch in seinen Werken die Landschaft der Irewan-Festung aus 1627: Die Festung besteht aus etwa achthundert Häusern. Dort leben nur gebürtige Safawiden. Die Safawiden haben zu viele religiöse und nationale Feste. Sowohl religiöse Riten und die wichtigen religiösen Ereignisse als auch der Wechsel der Jahreszeiten gelten als heilig und geliebt. Drei religiöse Feste werden jedoch besonders gut gefeiert und bewahrt. Die Safawiden feiern den Ramadan am nächsten Tag nach dem Ende des Fastenmonats. Hier werden jährlich Gedenkfeiern für Abrahams Opfer (Eid al-Adha) und das Martyrium der Söhne Alis veranstaltet. Das Neujahrsfest wird auch prächtig gefeiert. Das Fest Nouruz beginnt mit dem Eintritt der Sonne in das Zeichen Widder und dauert drei Tage, an einigen Orten, wie Palast, bis zu acht Tagen. Dieses Fest heißt Nouruz Sultaniye. Es bedeutet „Herrliches neues Jahr“ oder „Neues Jahr des Reiches“.

 

„Voyages de monsieur le chevalier Chardin en Perse et autres lieux de l’Orient“ von Chardin (Paris, Daniel Horthemels, 1686) wird in der französischen Nationalbibliothek aufbewahrt.

 

In der ersten Ausgabe der Zeitschrift „Materialien zur Beschreibung der Orte und Stämme des Kaukasus“ des Forschers der Geschichte von Irewan Stepan Pawlowitsch Zelinski wurden im Jahr 1881 eine Reihe von Artikeln zu diesem Thema veröffentlicht. Einige seiner Artikel, wie „Die Stadt Irewan“, „Deretschitschek“, „Tatarische Sprichwörter, Parabeln, Rätsel und Frauennamen“ sowie „Ethnografische Aufsätze über das Leben von Armeniern, die vom Iran in den Bezirk Nachitschewan des Gouvernements Irewan umgesiedelt worden sind“, spiegeln zahlreiche Fakten über die Stadt Irewan und die umliegenden Gebiete der Stadt wider. Zum Beispiel schrieb der Forscher über die Stadtteile von Irewan, die aserbaidschanische Namen tragen: In den Stadtteilen Tepebaschi, Scheher mehellesi, Chanligbaghi, Demirbulag und Derekend von Irewan wohnten neben den Aserbaidschanern auch eine kleine Anzahl von Molokanen, die in jener Zeit in Irewan angesiedelt worden sind. Nach der Unterzeichnung des Friedensvertrags von Turkmantschai wurde der Name des Stadtteils Tscholmagtschi, in dem die Armenier, die von dem Iran und der Türkei nach Irewan umgesiedelt worden sind, wohnten, in „Nortskiy Kvartal“ umbenannt.

 

Infolge des Verrats der in Irewan angesiedelten Armenier wurde die Stadt vom russischen General Iwan Fjodorowitsch Paskewitsch besetzt und die islamischen Halbmonde auf den Kuppeln der Moscheen, einschließlich der 1725 vom osmanischen Befehlshaber Receb Pascha erbauten Moschee wurden mit dem Kreuz ersetzt sowie Kirchenglocken auf den Minaretten angebracht. Im selben Jahr verlieh der russische Kaiser Nikolaus I. Iwan Paskewitsch den Titel Graf von Irewan für diese Operation und dann wurde im Territorium der aserbaidschanischen Khanate Nachitschewan und Irewan Armenische Oblast gegründet.

Nach der Besetzung der Stadt sollte ein großer Teil der einheimischen Bevölkerung in den Iran und in die Türkei umsiedeln, um der Verfolgung, Folter und Ermordung des Militärs und der in der Stadt lebenden Armenier zu entkommen.

Dennoch beweisen alle Demografische Daten über die Stadt Irewan aus den Jahren 1829, 1880 und 1917, die von den Registrierungsbehörden des zaristischen Russlands gesammelt wurden, dass die Zahl der Armenier in der Stadt immer noch viel geringer als die Zahl der Aserbaidschaner ist.  

 

 

Die Administration des aserbaidschanischen Staates, der 1918 seine Unabhängigkeit erklärte – die Demokratische Republik Aserbaidschan – beschloss, die Stadt Irewan der neu gegründeten Republik Armenien als Hauptstadt zu übergeben. Dieser Schritt des aserbaidschanischen Staates konnte jedoch unersättliche Gier der Armenier nach neuen Gebieten nicht aufhalten. In 2 Jahren, nachdem die Stadt Irewan zur Hauptstadt Armeniens geworden war, wurden in den blutigen Kämpfen um die alten Gebiete Aserbaidschans wie Nachitschewan, Zangazur und Karabach, mehr als 50.000 aserbaidschanische Zivilisten brutal getötet, mehr als 300 Städte, Dörfer und Siedlungen zerstört, geplündert und armenisiert.

 

Und so wurde das Gebiet der Sowjetrepublik Armenien, deren Territorium am 29. Mai 1918 9.000 Quadratkilometer betrug, durch die Aggressionspolitik auf 29.743 Quadratkilometer ausgedehnt.

 

 

 

ANDERE ARTIKEL

  • „Laili und Madschnun“ im internationalen Buchfestival Dnepr „Laili und Madschnun“ im internationalen Buchfestival Dnepr

    Die Präsentation des Buches „Laili und Madschnun“ des großen aserbaidschanischen Dichters Nizami Gandschawi, das in diesem Jahr in der Ukraine veröffentlicht worden ist, fand im 4. internationalen Buchfestival Dnepr („Dnepr Book Space“) statt.

  • „Laili und Madschnun“ im internationalen Buchfestival „Laili und Madschnun“ im internationalen Buchfestival

      Die Präsentation des Buches „Laili und Madschnun“, das anlässlich des 880-jährigen Jubiläums des großen aserbaidschanischen Dichters Nizami Gandschawi in diesem Jahr in Kiew veröffentlicht worden ist, fand im Internationalen Buchfestival Kiew („Kyiv Book Art Fest“) statt.

  • Das Schaffen von Nizami Gandschawi auf dem georgischen Literaturportal Das Schaffen von Nizami Gandschawi auf dem georgischen Literaturportal

    Das populäre georgische Literaturportal „Iverioni“ veröffentlichte einen Artikel über das Poem „Laili und Madschnun“, das im Zusammenhang mit dem in Aserbaidschan erklärten „Nizami-Jahr“ in Tiflis erschien, sowie das Vorwort des Werkes.