Erste Sitzung des Rates für Wissenschaft und Kunst

Das dem Ministerrat zugeordnete Übersetzungszentrum ließ erste Sitzung des Rates für Wissenschaft und Kunst am 9.Januar stattfinden. Beim Treffen wurden Aktivitäten des Übersetzungszentrums in drei Monaten und auch Probleme in der Übersetzung diskutiert. Afaq Masud, die Leiterin des

Übersetzungszentrums und Vorsitzende des Rates eröffnete die Sitzung:

Ich begrüße euch alle und danke, dass ihr unsere Einladung angenommen habt und zur Sitzung gekommen seid. Zuerst will ich aussagen, dass wir beschlossen, die Sitzungen des Rates für Wissenschaft und Kunst einmal pro Quartal und Sitzungen der anderen Arbeitsgruppen für Sprache und Übersetzung kontinuierlich abzuhalten. Der Rat besteht aus 13 Mitgliedern. Mit Ihrer Erlaubnis will ich Ratsmitglieder Ihnen vorstellen. Mitglieder des Rates für Kultur und Kunst stehen fest:

Nisami Ceferov, Akademiker und Ausschussvorsitzender in der Nationalversammlung.

Semed Sejidov, Professor und Rektor der Aserbaidschanischen Sprachenuniversität.

Asif Hacijev, Professor und Rektor der Slawischen Universität Baku.

Fereh Elijeva, Professorin und Rektorin der Aserbaidschanischen Staatlichen Univeristät für Kultur und Kunst.

Tofiq Hacijev, Direktor und Akademiker des Aserbaidschanischen Instituts für Sprachwissenschaften.

Rafael Hüsejnov, Professor und Direktor des Literaturmuseums namens Nizami.

Pasa Alioqlu, Professor und stellvertretender Direktor des Handschriften-Instituts.

Cefer Ceferov, Professor und Rektor des Instituts für Tourismus und Manegment.

Vilajet Hacijev, Professor und Dekan der Übersetzungsfakultät an der Aserbaidschanischen Sprachenuniversität.

Ramis Mirsejev, Regisseur und Schauspieler.

Ramis Rövschen, Dichter.

Yaschar Alijev, Strukturleiter im Übersetzungszentrum.

Farid Hüsejn, Sekretär des Rates. 

Ich möchte am Anfang Ihnen einen kurzen Überblick über unsere Tätigkeit geben.

Übersetzungszentrum wurde am 16.August 2014 gegründet. Als Übersetzungszentrum setzten wir in dieser Zeit einige Projekte um. Wie Sie bereits wissen, haben wir seit langer Zeit wegen fehlender finanzieller Mittel Weltliteratur-Zeitschrift „Chasar“, die Zeitung „Yol“, die damals ein grosses Lesepublikum erobert hatte, und auch Hunderte aus der Weltliteratur übersetzte Bücher, nicht herausgeben können. Verordnung des Staatschefs Ilham Alijev vom 22.Mai 2012 zur Gründung des Übersetzungszentrums veränderte die Lage total. Nach langfristiger Pause traten diese Ausgaben endlich in Erscheinung. Diese Verordnung führte zudem zu den erheblichen Reformen im Bereich Sprache und Übersetzung. Dem neuen Status nach übersetzen wir nicht nur schöngeistige Literatur sondern auch wissenschaftlich-philosophische und sozial-politische Werke aus der Weltliteratur. Wir wollen außerdem für Verbesserung der Lehrbücher zur Sprache und Literatur für Mittel- und Hochschulen eintreten. „Energieressourcen im Kaspischen Meer in westlichen Medien“, „ Wissenschaftliches Erbe von Lotfi Zadeh“, „Theorie und Praxis der Übersetzung“ von Andrei Parschin, „Wissenschaftliche Studie zur Geschichte der Sumerer“ von Secharia Sitchin, „Einleitung in die Übersetzungswissenschaft“ und „Mythen der Völker“ von Wenedikt Wneqarow planen wir dieses Jahr zu übersetzen und veröffentlichen. Wir wollen außerdem Kinderenzyklopädien herausgeben und Handschriften, die seit Jahren im Archiv des Handschriften-Instituts aufbewahrt werden, ans Licht bringen. Wir werden daneben die Bücher von aserbaidschanischen Autoren, die auf Arabisch und Persisch geschrieben haben, ins Aserbaidschanische übersetzen und den Lesern präsentieren. Wir wollen außerdem Fach- und Terminologie-Wörterbücher verfassen und herausgeben.

Vor einigen Monaten wurde unsere Webseite aztc.gov.az den Besuchern in 8 Sprachen zur Verfügung gestellt. Wir können damit die Neuigkeiten im öffentlichen und kulturellen Leben des Landes in professioneller Übersetzung unseren ausländischen Lesern präsentieren. Webseite der Zeitschrift „Chasar“, die das Archiv der Weltliteratur „Chasar“ regelmäßig beleuchtet, und die Webseite der Zeitung „Yol“ haben schon ihre Arbeit gestartet. Wir arbeiten derzeit an der Erstellung der digitalen Bibliothek „Offenes Buch“, mit deren Hilfe wir unsere Übersetzungen, Bücher und Lehrmaterialien zur Übersetzungswissenschaft und auch Wörterbücher den Lesern online präsentieren.

Das nächste Ziel zur Verbesserung des Übersetzungsbereiches, das wir am Anfang unserer Tätigkeit zu erreichen planen, ist eine Arbeitsgruppe zu organisieren. Die Aufgabe der Gruppe ist die Bestimmung der Qualität der Lehrbücher für Schulen und Hochschulen. Wir haben diesbezüglich Briefe an Bildungsministerium, Bildungsbehörde Baku, Universitäten und Instituts geschickt. Wir haben sie um die Liste der Bücher in russischer und anderen Sprachen gebeten, die wegen des Mangels an den aserbaidschanisch-sprachigen Büchern in den Hochschulen beim Unterricht benutzt werden. Einige Universitäten stellten uns diese Liste schon vor. Von den anderen bekamen wir leider keine Antwort. Es wurde uns auch keine Liste von Lehrbüchern für aserbaidschanische Sprache und Literatur vorgestellt. Wir planen fehlende Bücher für jedes Fach und für jede Fakultät zu übersetzen und nutzlose Lehrbücher zur aserbaidschanischen Literatur und Sprache für Schulen und Hochschulen zu bearbeiten und inhaltlich zu verbessern. Wir wollen damit lediglich Bildung fördern. Die Liste der fremdsprachigen Bücher, die aufgrund des Fehlens der Bücher in Muttersprache beim Unterricht benutzt werden, wird in der Koordinationsabteilung diskutiert. Die zuständigen Mitarbeiter des Bildungsministeriums, der Staatlichen Kommission für Aufnahme der Studenten und auch Professoren und Lehrer werden zu Besprechungen eingeladen. Unsere Spezialisten werden in der Kooperation mit auf diese Fächer spezialisierten Professoren und Lehrern die besprochenen Lehrbücher übersetzen und publizieren. Das ist ein wichtiges Projekt, im dessen Rahmen hunderte Bücher und Lehrmaterialien ins Aserbaidschanische übersetzt werden müssen. Ein anderes Problem im Sprach- und Übersetzungsbereich ist der Gebrauch der aserbaidschanischen Sprache in Mittel- und Hochschulen. Wir haben uns diesbezüglich mehrfach ans Bildungsministerium und Bildungsbehörde Baku gewandt. Eines unserer Projekte zur aserbaidschanischen Sprache ist die Aktualität und Lehre des Aserbaidschanischen auf der internationalen Ebene. Zu diesem Zweck treffen wir uns mit Botschaftern und erörtern Projekte und Vorschläge zur perfekten Präsentation unserer nationalen Literatur. Diese Treffen tragen ihre Früchte, sodass wir nach jedem Treffen zu zuständigen Einrichtungen und Delegierten dieser Länder Kontakte nehmen und unsere Zusammenarbeit mit ihnen in verschiedenen Bereichen ausbauen. Ein anderes Projekt, das wir in der kürzesten Zeit umsetzten, trägt zwar zur Verbesserung des Übersetzungsberufes bei. Wir organisieren Qualifikationskurse für Übersetzer. Kurse finden im Übersetzungszentrum statt und werden von unseren und eingeladenen Lehrern geführt. Wir wollen auch externe Sprachspezialisten zu diesen Kursen einladen, und zu dieser Angelegenheit führen wir Gespräche mit Botschaften und anderen ausländischen Organisationen.  

Mitarbeiter der Botschaften, Konsulate und anderen ausländischen Firmen, die Aserbaidschanisch lernen wollen, können sich für Sprachkurse in unserem Zentrum melden. Sechs Botschafter sind schon bei uns angemeldet.

Das Zentrum besitzt enge Beziehungen mit internationalen Organisationen. Wir präsentierten uns auf den größten internationalen Buchmessen, sodass wir voriges Jahr auf den Buchmessen in Göteborg, Istanbul, Kairo und den Vereinigten Arabischen Emiraten erfolgreich aufgetreten heben. Unsere nächste Teilnahme an den internationalen Buchmessen wird im April in London und im Mai in Prag stattfinden. Wir erstellen jetzt eine kurze Anthologie der aserbaidschanischen Schriftsteller und Dichter in der tschechischen Sprache. Nach der Bearbeitung der Texte von tschechischen Schriftstellern und Dichtern wird die endgültige Version der Anthologie mit Unterstützung des tschechischen Kulturministeriums in Prag herausgegeben. Delegation aserbaidschanischer Dichter und Schriftsteller wird auf offizielle Einladung des tschechischen Ministers für Kultur an der internationalen Buchmesse in Prag im Mai teilnehmen. Es wird auch die Präsentation der Anthologie auf dieser Buchmesse geplant. Sie wird derzeit im großen Format in Türkisch, Russisch, Deutsch, Englisch, Georgisch und Arabisch übersetzt. Diese Anthologie der Poesie und Prosa wird in zwei Teilen in den führenden Moskauer, Tifliser, und Istanbuler Verlagen erscheinen. Wir arbeiten jetzt an der Anthologie ausgewählter Werke von bekannten aserbaidschanischen Dichtern, Schriftstellern, und Dramatikern aller Zeiten. Diese neue Publikation heißt „Anthologie aserbaidschanischer Literatur“, wird in zwei Bänden herausgegeben und ist für wissenschaftliches, kulturelles Leben des Volkes von großer Bedeutung. Unsere nächste Anthologie steht zur Produktion bereit, besteht aus zwei Bänden und heißt „Anthologie zur Dramaturgie in der Welt“. Wir werden außerdem Anthologien der Geschichte, Literatur und Mythen anderer Länder publizieren. Zusammenarbeit mit Handschriften-Institut ist auch eines der Projekte von unserem Zentrum zur Verbesserung der Sprache und Lehre. Sie wissen, dass alte aserbaidschanische Geschichte, philosophische Ideen und unersetzliche sprachliche und literarische Exemplare, ohne den aserbaidschanischen Lesern ausgestellt zu werden, im Archiv dieses Instituts aufbewahrt werden. Da die meisten dieser wertvollen Werke mit dem alten Alphabet und die restlichen Exemplare mit dem arabischen und Tschagatai-Alphabet geschrieben waren, war es unmöglich, sie erscheinen zu lassen und für heutige Leser zu veröffentlichen.  Die übersetzten Beiträge von diesen wertvollen Werken erscheinen teilweise in der Zeitung „Aydın Yol“ und der Zeitschrift „Chasar“. Wir wollen auf letzter Etappe diese Beiträge in Buchform herausbringen und an die ausländischen Bibliotheken senden. Unter diesen Handschriften gibt es auch wertvolle Informationen und Belege zur alten aserbaidschanischen Geschichte. Durch diese Materialien kann die ganze Welt visuelle Informationen über Aserbaidschan, seinen reichen Wortschatz und seine Geschichte bekommen. Wir planen zudem zur richtigen Beherrschung aserbaidschanischer Sprache, ein vorbildliches Buch „Alphabet“ für Grundschulen herauszugeben. 

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